Dopingprävention im Tanzsport „JEDER IST FÜR SICH SELBST VERANTWORTLICH“ – HEINER WOLKEN ÜBER DOPINGPRÄVENTION IM TANZSPORT Der Physiotherapeut des A- und B-Teams bemüht sich um Akzeptanz, Aufklärung und Einhaltung der strengen Doping-Auflagen beim Formationstanzen. Die Aufgabe der Dopingprävention ist gerade vor Meisterschaften und aufgrund der vielen Vorkommnisse im Leistungssport unabdingbar. Denn nicht nur der Rad-, auch der Tanzsport unterliegt dem Dopingkontrollsystem. Gerade in diesem Jahr hat es schon viele Bremer Tänzer aus den höheren Mannschaften des Vereins getroffen: Jährlich werden mindestens 60 Kontrollen durchgeführt, bei denen die Prüfer nicht nur zu den Sportlern nach Hause kommen, sondern auch zur Arbeit, oder ins Training. Doping hat leider auch den Tanzsport erreicht und muss bekämpft werden! Meine Aufgabe umfasst hierbei eine Vielzahl von Tätigkeiten: Die Aufklärung und Information der Jugendlichen ist sicherlich einer der wichtigsten Punkte, denn letztendlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Jeder trägt eine große Verantwortung gegenüber der Mannschaft. Wird auch nur ein Mitglied des Teams auf Verdacht positiv getestet, wird er sofort vom Turnierleiter disqualifiziert und die ganze Mannschaftsteilnahme wird fraglich. mit dopingrelevanten Substanzen versetzt, welche aber auf den Packungen nicht immer deutlich werden. Trotzdem ist mir natürlich keine Substanz bekannt die z.B. einen ChaCha verbessert. Doch nicht nur bei Medikamenten ist Vorsicht geboten, auch bei vielen Nahrungsmitteln gelangt man in die Gefahr, dass sich ein Dopingschnelltest als positiv erweist: Deshalb MUSS sich der Athlet vorher über spezielle NADA(Nationale Anit-Doping-Agentur)-Listen informieren. Meist unbemerkt melde ich die KaderTeams nach Bonn. Diese Meldungen müssen immer auf dem neuesten Stand sein, damit die Prüfer jederzeit Zugriff auf Adressen, Telefonnummern der Sportler haben. Rahmentrainingsplan und Adressänderungen sind sofort zu melden. Sich über die eine oder andere Regel aufzuregen macht keinen Sinn. Wenn man in diesem schönen Sport Erfolg haben will, müssen diese internationalen Regeln eingehalten werden. Es gibt keinen Grund zu dopen! Doping ist abzulehnen, ohne Diskussion! Einiges gilt es sicherlich noch zu verbessern, ich arbeite daran! Heiner Wolken Sportphysiotherapeut (DOSB) Um genau diesen Verdacht zu verhindern, erhält jeder Tänzer schriftlich und mündlich von mir die nötigen Informationen. Hierbei geht es sicherlich nicht nur um verbotene und erlaubte Substanzen und Methoden, sondern auch um Tipps zur richtigen Ernährung, oder Trinkverhalten. Gerade die Flüssigkeitsaufnahme halte ich für besonders wichtig. Seit Jahren schon, weise ich alle meine Zöglinge darauf hin und ermahne sie regelmäßig. Dopingfälle im Tanzsport sind, wie erwähnt keine Seltenheit mehr. Ob nun absichtlich oder nicht, diese Fälle sind unnötig. Oft wurden Haarwuchsmittel und Schlankheitsmittel zu sich genommen, ohne dass man sich über die Konsequenzen im Klaren war. Ergänzungsmittel sind vom Hersteller oft DanceStars | D a s Ta n z m a g a z i n a u s B r e m e n | 31