| 19DanceStars | Das Tanzmagazin aus Bremen Herr Senator Mäurer, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten hat ein Senator für Sport? Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich umfasst die gesamte Bandbreite des Sports, sehr generell. Im Vordergrund steht natürlich die finanzielle Unterstützung und die Sicherung der Rahmenbedingungen für den Sport. Aber ich will natürlich auch per- sönlich präsent sein. Ich kann Ihnen als Beispiel der Aufgaben die Termine des kommenden Wochenendes nennen: Sams- tag: 06. 03. 2010 abends Ball des Sports, Sonntag: Winterlauf-Serie, ab Mittag Dres- sur- und Springreiten in der Bremen Arena – das sind z. B. die Aufgaben, die mir Spaß machen und die ich immer gern wahr- nehme … (lacht).(DS: Es ist unschwer zu erkennen, dass die Arbeitszeit eines Sena- tors sich nicht auf 40 Stunden pro Woche an fünf Tagen beschränkt …) Wann haben Sie denn Ihr Interesse für Politik entdeckt bzw. entwickelt? Ich habe zunächst Geschichte studiert, wollte Historiker werden, habe mich dann für Jura entschieden, also man kann sagen, im späten Teenager- bzw. frühen Studen- tenalter. 30 Jahre bin ich als Staatsrat bei verschiedenen Senatoren (u. a. bei Henning Scherf) in diversen Abteilungen der Bre- mer Justizverwaltung tätig gewesen. Haben Ihre Kinder Interesse an Politik? Interessieren sie sich für Sport bzw. sind sie aktive Sportler? In welchen Sport- arten? Mein Sohn ist Sport- und Musiklehrer, daher natürlich an Sport interessiert, meine Tochter ist Tierärztin und hat aus ihrer Stu- dienzeit in München das Klettern beibehal- ten. Ich kann zur Zeit keine Absicht erkennen, dass sie eine politische Laufbahn anstreben würden. Haben Sie selbst eine Lieblingssportart? Hinsichtlich Tanzen – haben Sie eine Tanzschule bzw. Tanzkurse besucht? Gab und gibt es Lieblingstänze? Meine bevorzugte Sportart ist Radfahren (auch zusammen mit Henning Scherf, be- kanntermaßen passionierter Radler). Ich habe im letzten Jahr in Berlin und Hamburg an den Radrennen (Cyclassics und Velo- thon) aktiv teilgenommen (DS: 100 km, Bestzeit: 2 St. 40 Min.!) Dazu gehört natür- lich auch sehr viel Training, u. a. auch Lau- fen. Für dieses Jahr ist als Training ein Aufenthalt in Italien geplant, quasi ein pri- vater „Giro d’Italia“. Was Tanzen betrifft (lacht) muß ich gestehen, dass ich zur Ge- neration der Fans von Jimmy Hendrix &Co. gehöre und daher so etwas „bourgeoises“ wie Tanzstunde im entsprechenden Alter gar nicht in Frage kam. Allerdings (etwas zö- gerlich) haben meine Frau und ich überlegt, evtl. mal einen Ehepaarkurs zu besuchen, aber das ist noch nicht spruchreif. Meine Frau tanzt sehr gern, ich bin da mehr der „Tanzmuffel“. Wie sind Sie zum Amt als Sportsenator ge- kommen vor dem Hintergrund des Einstiegs im Bereich der Justiz? Das Sportressort gehört zum Senator für In- neres, daher ergab es sich von selbst. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus 30 Jahren Tätigkeit in der bremischen Justizverwal- tung sind natürlich für das Innenressort von großem Vorteil (DS: - und für den Sport nicht nachteilig). Hat der Senator für Sport Einflußmöglich- keiten, den Tanzsport hinsichtlich der Rahmenbedingungen, z. B. geeignete Trai- ningsräume für Formationsteams möglichst kostengünstig zur Verfügung zu stellen (Turn- und Sporthallen) zu unterstützen? Trainingsmöglichkeiten können selbstver- ständlich immer nachgefragt werden, hier rennen Sie bei mir offene Türen ein. Aller- dings ist die Verwaltung der Turn- und Sporthallen seit zwei Jahren in den Händen des LSB, aber sollte es einmal Probleme geben, können Sie mich gern ansprechen. Ich darf hier vielleicht einmal sagen, dass sich meine reservierte Haltung gegenüber dem Tanzsport sehr geändert hat, nachdem ich ein wenig mehr „hinter die Kulissen“ I n t e r v i e w m i t S e n a t o r U l r i c h M ä u r e r Senator für Inneres und Sport - Ulrich Mäurer Bremens »Sporthäuptling«
