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DANCE STARS Magazin | 02.2010

| 9DanceStars | Das Tanzmagazin aus Bremen efühlt ist es mitten in der Nacht. Pünktlich fünf Uhr morgens startet der Bus des Weltmeisterteams Rich- tung Flughafen Hamburg. Mit im Gepäck: das neue Thema, die einzigartige Musik, eine Wahnsinns-Cho- reografie, tolle Tänzer und drei ehrgeizige Trainer. – Um fünf Uhr beginnt das Projekt Moskau 2010. 15.00 Flughafen Moskau – Schneeregen, Minusgrade, graues Wet- ter und anschließend Verkehrschaos. Die Fahrt zum Hotel dauert fast länger als der Flug – und die Mannschaft gewinnt ihre ersten Eindrücke dieser Stadt von der Autobahn aus, doch für Sightseeing ist keine Zeit. Viele sind mit dem Kopf schon bei der näher rücken- den Stellprobe, oder einfach noch zu müde und schlafen. Am selben Tag, pünktlich um 20.45 geht das A-Team das erste Mal auf das Parkett, welches für ihre Genesis–Premiere bestimmt ist. Jeder für sich hochkonzentriert und aufmerksam, nur 15 Minuten haben die Tänzer um sich auf der fremden Fläche zurechtzufinden. Jeder weiß jetzt muss es stimmen. Doch die Stellprobe läuft anders als geplant. Neue Halle, andere Punkte – es fehlt die nötige Orien- tierung. Die Mannschaft lässt sich verunsichern, findet nicht wirk- lich zusammen. „Wo guckt ihr eigentlich hin, ihr müsstet eure Gesichter mal sehen“, ein Trainer sucht nach Erklärungen. „Ihr könnt das Ding doch – wo ist die Entschlossenheit?“ Es wird disku- tiert – doch der Plan steht: Wir müssen überzeugt in diese Vorrunde starten, sonst wird es am Ende schwer. Motiviert und bestärkt fallen 16 müde Tänzer in ihre Betten. Der nächste Tag startet früh, die Vorrunde beginnt schon vor zwölf Uhr. Die Moskauer Crocus-Halle begrüßt die aktiven Tänzer mit un- zähligen Sicherheitsleuten und jede Menge Tanzsportartikeln. An diesem Wochenende finden dutzende Einzelwettkämpfe statt, die russische Tanzsportelite ist zu Gast in ihrer Hauptstadt. Doch heute Abend soll das Finale des A-Teams der absolute Höhepunkt sein. Die Zuschauer sollen begeistert auf das dynamische Lateintanzen der Bremer schauen. 13 Uhr: Die Vorrunde verläuft leider nicht zufriedenstellend. Einige Unsicherheiten, keine Konsequenz wenn’s drauf ankommt und ein Roundabout in dem die Herren sich zu wenig Vertrauen schenken, sich keine Gemeinsamkeit entwickelt. Roberto lässt die Mannschaft allein – die Trainer sind kurz ratlos. „Das war nicht das Team das ich kenne, nicht die Mannschaft die ich die letzten Wochen im Trai- ning hatte.“ Die A-Formation muss sich nun selber zusammenrau- fen. Doch auch die besten Tänzer haben manchmal keine Antwort. „Hört mir mal zu – ihr merkt glaub ich nicht wie knapp ihr davor seid im tiefsten Russland, hier in Moskau den WM-Titel zu holen“, ein Ersatztänzer schaltet sich ein und redet mit den ratlosen Ge- sichtern. „Ihr wisst selber, dass ihr das könnt. Vertraut euch, wenn’s vorne mal unsicher ist, sind die hinteren Paare da und gleichen das aus. Hier gewinnt heute keiner allein – hier gewinnen nur 16 Men- schen gemeinsam!“ 15 Uhr: Eine Mannschaft wacht wieder auf. Motivierende Worte kommen nun von innen heraus, alle fangen an zu begreifen was zu tun ist. Und ja – die Zwischenrunde macht es sichtbar. Das A-Team des GGC Bremen ist wieder da. Im Finale soll Russland gezeigt werden wie stark die Mannschaft von Roberto Albanese wieder ist. Auch dieses Jahr mit neuen Tänzern, neuen Klamotten und einem Thema voller Energie und Dynamik. W M d e r L a t e i n f o r m a t i o n e n 2 0 1 0 i n M o s k a u GENESIS IN MOSKAU Knapp 3000 Kilometer von der Heimat entfernt, feuerte eine tobende Halle im Moskauer “Crocus Center” die Lateintänzer an! G 20 Uhr: „Auf den Punkt“ tanzt das Team um ihre drei Trainer einen tollen Finaldurchgang! …jedoch nicht ohne Fehler zu zeigen. „Als die Mannschaft von der Fläche ging waren sie begeistert, begeistert von einer tollen Ener- gie und einer Leistung auf die sie wirklich stolz sein können. Doch jeder wusste, dass wir nicht perfekt waren. Zwei sichtbare Fehler wurden im Finale zum Verhängnis. Wir haben gewusst, dass uns das jetzt vielleicht den Titel kosten kann.“ Und wirklich, am Ende reicht es nicht. Doch die Wertung zeigt wie nah, wie kurz davor die Mannschaft war die Goldmedaille wieder mit nach Hause zu nehmen. Mit 3 Einsen am Ende dritter zu wer- den ist enttäuschend, aber auch ein klarer Fingerzeig für die Zu- kunft. Das A-Team des Grün Gold Club Bremen ist wieder da – GENESIS wird erfolgreich, die Mannschaft tanzt für Gold. D TEXT CHRISTOPHER VOIGT FOTOS LARSHENDRIKVOGEL.COM